Zukunft statt Autobahn – Diskussion, 5. Sept, Burgkino, 18:30

Der österreichische Umweltminister will noch immer E10 durchbringen. In anderen Ländern wird von Verboten gesprochen: Nicht nur weil es ob der schlechten Ernte von heuer besonders unmoralisch wäre, Autotanks mit Lebensmitteln zu füttern, sondern auch weil Biodiesel laut neuen Studien gar nicht klimaschonend ist: Energiepflanzen verdrängen Nahrungspflanzen und für letztere werden schließlich wieder Wälder abgeholzt. Die Folgen sind bekannt. Eine Erkenntnis aus dem Scheitern von E10 sollte sein, dass bestimmte Formen unseres Herumgurkens auf diesem begrenzten Planeten nicht einfach mit anderen Mitteln am Status Quo weiterlaufen können, sondern grundlegend geändert werden müssen. Der Automobilismus und die LKW-Schlepperei in ihren heutigen Ausmaßen (und erst recht mit ihren prognostizierten Zunahmen) gehören ganz eindeutig zu diesen Sackgassen.

Wenn die ASFINAG schon Schulden macht, dann mit dem Abreißen von Autobahnen, aber doch nicht durch das Bauen von weiteren, schlug Herbert Knoflacher vor zwei Jahren in einem Interview für den Augustin vor (siehe unter Stadtfrucht-Artikel „Autofahrer sind eine eigene Spezies“). Aber auch in Bildungs- und Sozialbereich oder in den Aufbau alternativer Energie- und Wirtschaftsformen könnte mensch die einen und anderen Straßenbau-Milliarden stecken. „Zukunft statt Autobahn“ heißt eine Plattform, die sich um eine diesbezügliche Wende konkrete Gedanken macht. Demnächst bei einer Expert_innendiskusion:

Liegt das Geld auf der Straße?

Zukunft statt Autobahn lädt zur Diskussion

Die Plattform Zukunft statt Autobahn leistet einen Beitrag zur politischen Diskussion in Österreich. Gemeinsam mit prominenten Expert_innen wird zu einer spannenden Podiumsdiskussion geladen. In Zeiten angespannter öffentlicher Finanzen stellt sich die Frage nach der effizientesten Verwendung von Staatsausgaben.

Datum: Mittwoch, 5. September 2012
Ort: Burgkino, Opernring 19, 1010 Wien
Beginn: 18:30 Uhr
Eintritt: 7,- Euro

Podium:
Margit Schratzenstaller (Expertin für Budget- und Steuerpolitik, WIFO)
Harry Gatterer (Geschäftsführer Zukunftsinstitut Österreich)
Klaus Gabriel (Geschäftsführer CRIC, Verein für ethische orientierte InvestorInnen)
Christine Chaloupka-Risser (Expertin für Mobilitäts- und Verkehrsforschung, Geschäftsführerin Factum)
Harald Bollmann (Spediteur, Obmann der FG Spediteure, Wirtschaftskammer Wien)
Axel Grunt (Sprecher Zukunft statt Autobahn)

Welche Effekte hat es, 3 Milliarden statt in die Lobau-Autobahn in andere Bereiche zu investieren – in Bildung, in Forschung und Entwicklung und in öffentlichen Verkehr.

Welche gestalterische Chancen hat die heimische Politik?
Ethisch oder ökonomisch? Wie sollen Unternehmen investieren?
Wie gestalten wir unser wirtschaftliches Wachstum?
Welche Bedeutung hat der Bereich Mobilität?
Welche Rolle soll der PKW-Verkehr einnehmen?

Infos: www.respekt.net  oder www.zukunft-statt-autobahn.at 

(fotos: peter a. krobath)

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