SoliLa!-Donaufeld geräumt

Presseaussendung von SoliLa, Fotos von Daniel Hrncir (mehr unter http://www.liv3.at/)

Stadtrat Ludwig räumt Weg frei für den „Donaublock“

Trotz Räumung der Landbesetzung: SoliLa! (Solidarisch Landwirtschaften!)
wächst weiter.

SOLILA Räumung (11)

Heute kurz vor 8 Uhr wurde die Landbesetzung im Donaufeld am Drygalskiweg
49 geräumt.
„Wir wurden zwar von unserem Land geräumt, aber SoliLa! wird weiter
wachsen“, so eine SoliLa! Aktivistin.
Am 4.Mai hat die Initiative SoliLa! begonnen, auf der Brachfläche Gemüse
anzubauen. Der fruchtbare Boden ist von Verbauung bedroht,  Eigentümerin
ist der Wohnfonds Wien.
SOLILA Räumung (19)„Hier soll fruchtbares Land, das über Jahrzehnte von kleinen Gärtnereien
bewirtschaftet wurde, verbaut werden. Der Aufbau einer
bedürfnisorientierten und solidarischen Stadtlandwirtschaft ist unser
Gegenentwurf zur derzeitigen Stadtentwicklung“, so eine landlose
Gärtnerin.
„Wir wollen leistbares und  gesundes Gemüse für alle! Als Teil der
Bewegung für Ernährungssouveränität fordern wir den Zugang zu Land
insbesondere für junge Menschen, um eine zukunftsfähige, lokale
Lebensmittelproduktion aufzubauen.“ so eine SoliLa! Gärtnerin weiter.

Von Anfang an versuchte SoliLa! aktiv mit dem zuständigen Stadtrat Ludwig
sowie dem Wohnfonds konstruktive Gespräche über die Zukunft der Fläche zu
führen. „Beim ersten Besuch wurde die Feuerwehr gerufen, beim zweiten der
Wachdienst und heute räumt uns die Polizei – soviel zur
Gesprächsbereitschaft der Stadt. Wir als SoliLa! sind empört darüber, wie
die Stadt mit   jungen Initiativen umgeht und unser aller Zukunft
verbaut.“ so ein SoliLa! Aktivist.
Die friedlichen SoliLa-Aktivist_innen wurde von rund 40 Polizist_innen
geräumt. Die über 1.000 eingepflanzten Jungpflanzen konnten gerettet
werden. Die Stadt hat die Fläche durch einen hohen Bauzaun und mit
privaten Unsicherheitskräften wieder als Brache für Bauland „gesichert“.

„Unsere Stadt gehört uns allen! Derzeit bestimmen wenige „Expert_innen“SOLILA Räumung (26)
und Eliten über die Zukunft der Stadt. Wir fordern wirkliche Demokratie in
der Stadtentwicklung und nehmen Stadtgestaltung selbst in die Hand um
Alternativen aufzubauen. Wir lassen uns von der Räumung nicht
unterkriegen! Die Unterstützung für unsere Anliegen wächst weiter“, so der
Aktivist weiter.

“Wenn die Stadt weiterhin emanzipatorischen Projekten wie SoliLa! nicht
ermöglicht, Neues zu erproben, wird sie in der sozialen und ökologischen
Mehrfachkrise, auf die wir zusteuern, ohne lebensfähige Antworten
dastehen,” so ein Unterstützer und Aktivist

Diese und viele weitere Unterstützer_innenstimmen siehe:
http://solila.blogsport.eu/unterstutzungserklarung/unterstutzer_innenstimmen/

Unterstützungserklärung unterzeichnen:
https://www.openpetition.de/petition/online/solidarisch-landwirtschaften-solila-bleibt

Aktuelle Infos am blog:
http://solila.blogsport.eu/

Info- und Pressetelefon: 0681/ 811 900 65

Mail: SoliLa@riseup.net

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