FOTOS – Schlehen- & HagebuttenErnte

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Natürlich gibt es auch im Winter Früchte zu ernten! Zum Beispiel Schlehen und Hagebutten. Da wir bei der Nussernte im Oktober viele derartige Sträucher gesehen haben, waren wir am 30. November wieder nahe der Seestadt Aspern unterwegs (Schlehen wachsen unter anderem auch in Kaisermühlen, in der Lobau, auf der Donauinsel und am Schafberg; Hagebutten quasi überall).

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Die vielpropagierte Zukunft Wiens liegt an einem kleinen See, in dem mensch nicht schwimmen darf. Diesmal treffen wir am Seestadtseeufer vier Männer an, die mit Taucheranzügen ins eisige Nass springen, um Arbeiten an den unterwasserischen U-Bahn-Pfeilern zu verrichten.

Vom Flughafen Aspern aus flogen im Zweiten Weltkrieg die Kampfgeschwader der Nazis ihre Einsätze. Auf dem unbebauten Gelände in Verlängerung der Hauptstartbahn pflanzten 1987 Schülerinnen und Schüler einen Wald zum Gedenken an die ermordeten Jüdinnen und Juden Wiens. Unter anderem zahlreiche Schlehdorn- und Hagebuttensträucher.

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Nach den ersten Frösten schmecken die schwarzblauen Schlehen nicht so sauer und gaumenzusammenziehend und lassen sich zu delikaten Marmeladen, Säften und Likören verarbeiten. Wer jetzt schon sammelt, sollte die Früchte vor der Verarbeitung 2 Tage (manche sagen 14 Tage) dem künstlichen Frost der Tiefkühltruhe aussetzen.

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DSC_0499Sammeln macht hungrig und so testen wir in der zweiten Stunde unserer Expedition, mittlerweile im angrenzenden „Wald der jungen Wienerinnen“, wie sich das leckere rohe Mus der Hagebutten naschen lässt ohne die kleinen Kerne (Nüsschen) auf die Zunge zu bekommen, die sich Kinder früher gern gegenseitig als „Juckpulver“ unters Hemd steckten (- heißen Hagebutten etwa deshalb auch Hetschepetsch, frei nach Ätschibätsch, oder passierte die Sprachentwicklung umgekehrt?). Früher einmal, als die Naturentfremdung der Kleinen noch nicht so groß war.

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Auch die kleinen Beeren eines seltsam hellen (Albino?)Sanddorns kosten wir. Sie schmecken irgendwie vergoren, woraufhin wir das Gewächs kurzerzunge Schnapsbaum nennen.

Heute sind nur noch die Hubschrauber des ÖAMTC am ehemaligen Flugfeld stationiert. Kampfeinsatz Straßenverkehr.

DSC_0071Ja, es gibt dort auch nach unserer ErnteTour Schlehen & Hagebutten zur Genüge…                                                                                                        (Text & Fotos: Peter A. Krobath)

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Comments
2 Responses to “FOTOS – Schlehen- & HagebuttenErnte”
  1. Cati sagt:

    Aus den Schlehen kann man auch sehr gute Eiffel-Oliven machen, also in Salzlake 2 Monate circa einlegen. Die Konsistenz ist anders, aber sonst sind sie den Oliven ähnlich. Gibt es einen Hinweis wo auf der Donauinsel die Schlehen zu finden sind? Sonst fahre ich nach Aspern.

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