Wie essbar ist die Stadt? – Über Schwermetalle in Stadtgemüse und Stadtobst

Das Projekt „Karls Garten“ bei der Kunsthalle Wien will unter anderem ein Forschungslabor für Urbanes Gärtnern sein und untersuchen, wie gesund oder ungesund die mitten in der Stadt wachsenden Pflanzen sind. ( Das „SetzFest“ wurde übrigens verschoben: auf Sonntag, 27. 4., 13 Uhr)DSC_0172

In Berlin gab es 2012 eine Untersuchung der Schwermetall-Konzentration in Gemüse und Obst, welches in der Innenstadt geerntet wurde. Dabei zeigte sich, dass die Blei- und Cadmiumkonzentrationen beim Berliner Stadt-Obst generell geringer sind als bei den Vergleichsproben aus dem Supermarkt. Beim Gemüse sieht die Situation aber anders aus:

Zu Schadstoffbelastungen kommt es vor allem durch den Anbau auf kontaminierten Böden, die Nutzung von kontaminiertem Wasser zur Bewässerung und den Lufteintrag von verkehrs- und industriebedingten Emissionen. So überschreiten z. B. 52 Prozent des Gemüses aus den Berliner Innenstadt-Gärten den EU-Grenzwert für Blei in Lebensmitteln. Die Schadstoffbelastungen variieren aber je nach Standort, Gemüsetyp, Gemüsesorte und Maßnahmen. So wirken Hecken und Barrieren zwischen Beet und Straße generell abschirmend und reduzieren die Belastungssituation. Hingegen kann Obstgehölze auch nahe der Straße wachsen, da Obst im Vergleich zu Gemüse weniger Schwermetalle in den Früchten akkumuliert.DSC_0146

Hier Genaueres zu dieser und zu anderen Untersuchungen in einem Artikel der Zeitschrift „Forum der Geoökologie“:

http://www.vgoed.de/download_forum/forum_2013_2_spfo132a.pdf

Aus der Untersuchung gelernt hat mensch in Volkspark Friedrichshain, dem ersten „essbaren Bezirk“ Berlins und konzentriert sich vorerst auf geschützte Orte in öffentlichen Grünanlagen, auf Schulhöfe und die so genannten Kinderbauernhöfe. Wobei sich das Grünflächenamt (aus Angst davor, dass zu früh geerntet wird) vorerst auf Obstbäume, Sträucher, Nüsse und Früchte konzentriert, die nicht roh verspeist werden.

Mehr darüber hier:

http://www.gute-nachrichten.com.de/2014/04/umwelt/es-gruent-so-gruen-wenn-berlins-essbare-bezirke-bluehen/

und hier: http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-parks-essbares-gruen-fuer-alle/9758378.html

DSC_0178

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Comments
5 Responses to “Wie essbar ist die Stadt? – Über Schwermetalle in Stadtgemüse und Stadtobst”
  1. BalkonAcker sagt:

    Hat dies auf BalkonAcker rebloggt und kommentierte:
    ein spannendes thema :)

  2. gruenundbunt sagt:

    Sehr interessant, vorallem wenn man direkt in der Stadt wohnt!

  3. Marlene sagt:

    Das ist ein spannendes Thema! Ich habe vor kurzem über eine dänische Studie gelesen, die urbanes Gemüse in Kopenhagen untersucht hat. Hier kam man zu dem Schluss, dass die Verschmutzung zu vernachlässigen sei, weil keine Pestizide verwendet und keine großen Mengen von Stadtgemüse konsumiert würden. Link dahin im Blog „Verrücktes Huhn“ :-)
    Viele Grüße,
    Marlene

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