Lest Karl Polanyi!

Eine Anregung für die, welche in den nächsten Tagen Zeit und Bedürfnis zur Reflexion haben: Lest Karl Polanyi!karl polanyi

Die Analysen des Wirtschaftshistorikers und -wissenschaftlers Karl Polanyi (1886 in Wien geboren), der nach dem Ersten Weltkrieg an der Universität Wien und später in London und New York lehrte, sind heute nach wie vor aktuell und werden in den sozialen Bewegungen und auf den Universitäten vermehrt wiederentdeckt und diskutiert.

karl polany buchPolanyi warnte vor den Entwicklungen, die eine realitätsferne, eine „entbettete“ Marktwirtschaft anrichtet, eine Wirtschaft, die Boden, Arbeit und Geld zu Waren macht, zu „fiktiven“ Waren – „fiktiv“ deshalb, so Andreas Exner in einem Text „weil es sich dabei um eine Fähigkeit, eine Ressource und ein Medium handelt, die nicht als Waren hergestellt, wohl aber als solche behandelt werden.“ Die Zahl derartiger „fiktiver“ Waren hat 50 Jahre nach Polanyis Tod zugenommen: Gene, Atmosphäre, Ozeane,… demnächst die Biodiversität

Wenn man den Marktmechanismus als ausschließlichen Lenker des Schicksals der Menschen und ihrer natürlichen Umwelt zuließe, dann würde dies zur Zerstörung der Gesellschaft führen, so Polanyi 1944. Diesen Prozess ändern könnten soziale Bewegungen, die den Staat unter Druck setzen…

Hier als Einstieg ein Arte-Beitrag:

Nein, in Wien ist keine Straße oder Gasse, kein Park oder Platz, keine Universität oder Schule nach Karl Polanyi benannt…

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