HASCHAHOF – Video von Räumung & falsche Beschuldigungen

Vorneweg ein Ende. Das Video von wienTV.org über die Räumung des Haschahofs am 5. Februar 2016, einen Tag nach der Bekanntgabe der Besetzung:

In den Wochen nach der Räumung behaupteten im Wohnfonds tätige Menschen bei Gesprächen, die Besetzerinnen der Gruppe EVORA seien Vandalen, sie hätten im Haschahof Akte der Zerstörung gesetzt. Dieser Vorwurf ist seltsam: Warum sollten die Besetzerinnen, die im Haschahof leben wollten, die Grundlagen dafür zerstören? Doch unabhängig davon ist dieser Vorwurf vor allem eines: Er ist falsch.
Es ist gut möglich, dass die Wohnfonds-Beamten nicht absichtlich lügen, sondern das, was sie da sagen, wirklich glauben. Das hat dann wohl folgenden Grund: Sie haben sich vor der Besetzung nie die Gebäude des Haschahofs angeschaut. Und warum sollten sie auch, der Wohnfonds wollte den Gründerzeithof ja abreißen lassen.
Andere haben sich die Räumlichkeiten des Haschahofs sehr wohl schon in den Monaten vor der Besetzung angeschaut: Nachbarinnen, an der Stadtentwicklung interessierte Menschen (wie der Autor dieser Zeilen), Leute aus dem Umfeld der Initiative Denkmalschutz. Und das war gar nicht schwer, denn der Hof war an drei Stellen offen zugänglich, die meisten Gebäude waren nicht versperrt.  – Was diese Neugierigen dort sahen und mündlich und fotografisch bestätigen können:
DSC_2324

In den beiden Wohngebäuden gab es systematische Beschädigungen, wie sie bei Häusern vorzufinden sind, die dem Verfall preisgegeben werden und bei denen der Besitzer verhindern will, dass sich Obdachlose einquartieren:

Die Sicherungskästen waren herausgerissen und zerstört, die Waschbecken waren von den Wänden geschlagen und zertrümmert, dieToiletten waren aus dem Boden getreten, die Heizkörper und Wasserhähne von den Wänden gerissen.

Bei den Gebäuden ohne Wohnräume gab es die eine und andere kaputte Fensterscheibe und an einigen Stellen Löcher im Dach, wobei diese den Eindruck erweckten, gezielt herbeigeführt worden zu sein, also dort, wo Regen und Schnee einen besonders großen Schaden anrichten können: z.B. über der zu den Schnittböden führenden Holzstiege.

Wer all diese Beschädigungen ausgeführt hat, ob sie in Auftrag und in wessen Auftrag sie ausgeführt wurden, steht dahin. Sicher ist: Es gab sie bereits bevor die Besetzerinnen im Haschahof auftauchten.

Hier noch zwei Fotos von Dachlöchern (gemacht von einem Fotografen aus dem Umfeld der Initiative Denkmalschutz Anfang HHF-20151213s110-054Dezember 2015 – Name des Fotografen der Red. bekannt).HHF-20151213s110-062

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One Response to “HASCHAHOF – Video von Räumung & falsche Beschuldigungen”
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  1. […] als sie am 5. Februar dieses Jahres die Besetzerinnen der Gruppe EVORA aus dem Haschahof hinausexpedierten, hatten WEGA-Beamte ein Auge auf den schönen Gründerzeithof geworfen. Nachdem das Anwesen ein […]



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