FEST für den DIY-SKATER-&-ABENTEUER-PARK am Nordbahngelände – Fr, 18. März

DSC_0699Schon ein Mal hat die ÖBB den selbstgebauten Skaterpark in der „Freien Mitte“ am Nordbahnhofgelände zerstört (in Wildwest-Macho-Manier: Erst schießen, dann fragen – die Stadtfrucht-Seite berichtete https://stadtfruchtwien.wordpress.com/2015/06/14/die-gstettn-ein-urbaner-sehnsuchtsort/ ).
Dann gab es einen Vertrag mit fetter Pachtzahlung (unterstützt von den Magistratsabteilungen für Bildung und Stadtentwicklung) und die jungen Menschen waren so stark, all die Rampen und Quaterpipes ein zweites Mal in monatelanger Arbeit aufzubauen und sogar mehr: Gemeinschaftsbeete, Grillplatz, Baumhaus, DIY-Fitnessgeräte, Schaukeln und diverse Hütten (das mit den alten Skateboards als Dachschindeln fiel leider einem Feuer zum Opfer) machten den Ort zu einem noch vielfältiger und breiter genutzten Freiraum.DSC_2587
Nun will die ÖBB das selbstverwaltete Grätzl-Paradies bereits nach einem Jahr Pacht wieder räumen lassen, obwohl sie diese Fläche gar nicht weiter nutzen will und eine Verbauung nach Stadterweiterungsplänen – wenn überhaupt – erst in einigen Jahren spruchreif wird. Warum die Eile? Gibt es da Druck von anderer Seite?
Auch Bezirkschef Hora von der SPÖ übernimmt keine soziale Verantwortung: In der Bezirkssitzung vom 15. 3. äußerte er zu einem Resolutionsantrag auf Zwischennutzung (eingebracht von Grünen, Neos und Wien andas), dass er in dieser Sache nichts unternehmen wolle – http://gruene.blog2.at/2016/03/15/liveblog-vom-bezirksparlament-am-15-maerz-2016/ . – Was ist denn das für eine Partei, die zu keiner Parteinahme mehr fähig ist (es sei denn, es geht um mächtige Freunde aus der Wirtschaft)? Die glaubt, sich die Hände in Unschuld waschen zu müssen, statt sich ob solcher Initiativen alle Finger abzuschlecken vor lauter Dankbarkeit?
Was wollen die Herren von der ÖBB? Junge Menschen in die Resignation treiben und dafür lieber ein paar Dutzend mehr Securities bezahlen?
Und was will die SPÖ-Parteispitze? Offensichtlich nicht das, was sie in ihrem Regierungsübereinkommen unterschrieben habt: https://www.wien.gv.at/politik/strategien-konzepte/regierungsuebereinkommen-2015/pdf/regierungsuebereinkomm , Seite 122: Für Freiräume in der StadtKreativität braucht Raum, in dem Neues entstehen kann. Wien bietet vielfältige Räume, an denen Gesellschaft mitgestaltet werden kann. Nicht profitorientierte Aktivitäten haben ausreichend Platz in der Stadt.
Wie weit soll das Sagen und Tun der Wiener Stadtregierung denn noch auseinanderklaffen?!
Noch gibt motivierte Menschen in der Stadt, die helfen wollen, diese Schlucht zu überbrücken. Der Zug ist noch lange nicht abgefahren, sagt zum Beispiel die Initiative am Nordbahngelände. Und feiert ein FEST mit Musik, Kino, Skate-Contest, Kinderspielen, Verpflegung und Diskussion:
Fr, 18. März, ab 15:00, FEST für FREIRÄUME, Innstraße 16, 1020
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10156563862900463&set=gm.180623665649541&type=3&theater DSC_2560

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