HASCHAHOF – 1 Video & 1 Antwort & 1 Rettung

Der Aufruf von gestern hat einigen Wirbel verursacht und das Vorhaben, den Haschahof abzureißen, einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Danke an alle, die in so kurzer Zeit für eine so große Aufmerksamkeit gesorgt haben!

Hier nun ein Video für all die, die den Ort nicht kennen oder sehen wollen, wie er mittlerweile, nach einem Jahr Leerstand, aussieht…

Der Wohnfons Wien hat sich mit folgender Antwort zu Wort gemeldet:
Sehr geehrter Herr Krobath,
zu Ihrer Anfrage vom 11. Jänner 2016 an Herrn Christian Kaufmann vom Büro des
amtsführenden Stadtrats Herrn Dr. Michael Ludwig, können wir Ihnen mitteilen, dass
momentan kein Abbruch des Haschahofes vorgesehen ist.
Wie lange dieser Moment des Nichtabreißens andauern wird, steht dahin. Unbeantwortet bleibt auch, warum der Haschahof überhaupt abgerissen werden soll.

Foto: Erich J. Schimek

Die Wiener Grünen haben sich gestern und heute recht schnell für den Haschahof stark gemacht, „ihn gerettet“ heißt es mancherorts bereits. Konkret gibt es zwei Meldungen von Christoph Chorherr. Eine von gestern abend: „Den Haschahof abzureissen wäre kulturlos und falsch. Werde im verantwortlichen Wohnbauressort Schutz versuchen.“ Und eine von heute vormittag lautet: „Manchmal geht’s schnell. Schön in der Regierung zur sein. Haschahof wird nicht abgerissen.“

Das verschlägt mir jetzt die Sprache…

Okay, nicht wirklich. Denn jetzt können wir beginnen, ernsthaft über Bodenschutz zu reden….

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/bodenschutz-fuer-wien

P.S.: Hier geht es zur Gruppe Feld X, welche sich dafür einsetzt, dass die ehemaligen Haschahof-Felder von selbstorganisierten StadtlandwirtschaftsInitiativen genutzt werden kann: http://feldx.at/

 

 

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Comments
9 Responses to “HASCHAHOF – 1 Video & 1 Antwort & 1 Rettung”
  1. Das Selbsternteprojekt war 2014 nach fast 3 Jahrzehnten plötzlich zu Ende. Wieso?

    • Also wieso wurde der Pachtvertrag nicht verlängert?
      Wer war bis 2014 der Eigentümer vom Haschahof bevor er an Wohnfond Wien verkauft wurde?

      • Anonymous sagt:

        Gutshof und Felder des seit 2001 als „Haschahof“ benannten Betriebs gehörten der Herzfelder’schen Familienstiftung, die heute gemeinnützig biochemisch-medizinische Zellforschung unterstützt. Der Familie Herzfelder gehörte u. a. die große Austria Brauerei in Wiener Neudorf (die Marke Austria Doppelmalz soll bis Ägypten verkauft worden sein), deren Betrieb 1938 von den Nazis eingestellt wurde, und das Allodialgut Rothneusiedl mit rund180 Hektar. Die Nachfahren gründeten nach der Restitution besagte Stiftung. Der Gutshof in der Rosiwalgasse gehörte zum Schloss Rothneusiedl und wurde sei 1920 von der Familie Hascha gepachtet, damals hieß es „Gutspachtung Rothneusiedl“. Zu der Frage, warum und wie der Pachtvertrag Ende 2014 beendet wurde, geben weder die Stiftung noch Herr Hascha Auskunft. Aber der Hintergrund ist fraglos der Verkauf der Gründe an den Wohnfonds Wien zur „langfristigen Bodenbevorratung“ für das Stadterweiterung-Zielgebiet Rothneusiedl.

  2. Peter A. Krobath sagt:

    wollt die antwort über die eigentümer nicht geheimnisvoll „anonym“ schicken, ist so passiert…

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  1. […] – Wohnfonds Wien vernichtet ein Stück Stadtgeschichte – Ein Hilferuf und da: HASCHAHOF – 1 Video & 1 Antwort & 1 Rettung und dort: https://stadtfruchtwien.wordpress.com/2016/01/16/haschahof-medienspiegel-und-stimmen/ ) […]

  2. […] ABRISS HASCHAHOF – Wohnfonds Wien vernichtet ein Stück Stadtgeschichte – Ein Hilferuf und da: HASCHAHOF – 1 Video & 1 Antwort & 1 Rettung und dort: https://stadtfruchtwien.wordpress.com/2016/01/16/haschahof-medienspiegel-und-stimmen/ ) […]



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